Haunted House

Am Freitag nach der Schule, bin ich mit meiner Gastfamilie essen gegangen. Nach dem Essen, sind wir dann zu einem “Haunted House” gefahren. Ich war noch nie in so einem Hause und war gespannt, was mich dort erwarten wird.

Angekommen, sah man ein Haus, dass dekoriert war über und über mit Kürbissen und Spinnweben. Viele Puppen, Gräber und andere Gegenstände schmückten das Haus.

Wir gingen hinein und zahlten den Eintritt. Die Leute die dort waren haben uns erzählt, dass sie mit dem Schmücken des Hauses schon im August angefangen haben, weil alle Möbel raus mussten.

Es war sehr aufwändig dekoriert und ehrlich gesagt auch ein wenig gruselig. Nach einiger Zeit durften wir dann hinein gehen und wurden schon bei der ersten Ecke erschreckt.

Es hatte viele Puppen und auch Roboter die sich bewegten aber es gab auch viele echte verkleidete Menschen, die dann plötzlich irgendwo auftauchten und dich erschrecken wollen. Mich haben sie einige male ziemlich erschreckt! Meine Gastmutter ist sehr schreckhaft und sie war die ganze Zeit am schreien. Nicht meine Gastschwester, die hat das ganze sehr locker genommen.

Auf jeden fall hat es spass gemacht, obwohl man schon einbisschen froh war als es vorbei war, ich und meine Gastmutter zumindest…

 

 

Second month / deuxième moins

Am 9. Oktober waren es zwei Monate seit dem ich hier in Kanada bin. Wie die Zeit vergeht…

In diesem Monat ist der Herbst eingetroffen. Und das ziemlich plötzlich. Da war es am vorherigen Tag noch sehr warm mit fast 24° und am nächsten hat es nur noch 11°. Auch die Nächte sind jetzt Kälter und die Bäume haben sich angefangen zu färben. Mit den vielen farbigen Bäumen sieht es wirklich sehr schön aus!

Ich habe seit dem letzten Monat auch schon einiges neues Unternommen und einige neue Leute kennengelernt.

Meine Gastfamilie fühlt sich mehr und mehr einbisschen wie eine echte Familie an und ich kann viel mit ihnen erleben.

In der Schule probiere ich jetzt auch fast immer Französisch zu sprechen, was nicht immer sehr einfach ist aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, wie man so schön sagt. Manchmal möchte ich mich mal selber hören und wahrscheinlich über mich selbst lachen was für lustige Fehler mir manchmal passieren.

Hier gehe ich jeden Morgen mit dem Schulbus zur Schule und nach der Schule wieder zurück. Unser Schulbus hatte schon zweimal Verspätung. Das erste mal nur etwa eine halbe Stunde und das zweite mal eine Stunde und vierzig Minuten, was zur Folge hatte, dass ich meine erste Stunde verpasst habe.

Meine letzte Stunde ist Sport und weil unser Lehrer uns immer etwas früher gehen lässt um uns umzuziehen bin ich meistens die erste, die wieder im Bus für Nachhause sitzt. Wir haben auch nicht sehr viel Zeit denn Schulschluss ist um 15:30 und die Busse waren zwischen 15:35-15:38 los. Jedenfalls habe ich einen netten Busfahrer, der immer mit mir redet wenn ich die erste im Schulbus bin.

In diesem Monat haben auch die “Comités” angefangen. Dass sind wie Clubs, in denen man etwas unternimmt oder während der Mittagspause sich trifft, um etwas zu besprechen.

Ich habe mich für drei Komitees entschieden. Das Komitee “des élèves internationaux”, dort treffen sich alle die Interesse daran haben die Austauschschüler besser kennenzulernen und ihre Kultur kennenzulernen so wie auch uns Austauschschülern ihre Kultur näher zu bringen. Es ist auch ein Komitee um Dinge miteinander zu unternehmen.

Das zweite Komitee ist “Alliance”. Dort treffen wir uns um zum Beispiel eine Informationsbroschüre für Eltern und Schüler über das Thema LGBTQ+, zu schreiben. Wir bereiten uns auch auf eine Woche im Mai vor, wo wir uns jeden Tag nach einer gewissen Farbe Kleiden und jeden Mittag verschiedene Aktivitäten stattfinden werden.

Vom dritten Komitee habe ich noch nichts gehört und wir haben uns auch noch nie getroffen. Soweit ich weiss ist es ein Komitee um für verschiedene Leute Geld zu sammeln und das mit verschiedenen Aktionen.

Das heisst für mich hat jetzt schon der dritte Monat angefangen, und los geht’s!…

Pumpkin Pie Recipe

Ich habe hier in Kanada das erste mal “Pumpkin Pie” probiert und ich habe ihn mit meiner Gastfamilie gemacht. Er war so gut, dass ich denke, dass ich das Rezept hier auch aufschreiben sollte.

Meine Familie hat einen Fertig-Kuchenteig verwendet aber man kann den Mürbeteig auch selber machen und ihn dann für den Pie verwenden.

Das brauchst du für einen 23 cm Durchmesser Pie:

  • Fertig-Mürbeteig oder selbstgemachten Mürbeteig
  • 3 Eier
  • 100 g weissen Zucker
  • 65 g braunen Zucker
  • 1 Dose Kürbispüree oder 440 g frisches Kürbispüree
  • 175 ml Sahne
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 1/2 TL Zimt
  • 1/1 TL gemahlenen Ingwer
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL gemahlene Gewürznelken

Eventuell (Empfehlung meiner Gastfamilie)

  • Vanillejoghurt oder Schlagsahne

 

  1. Der Mürbeteig kommt in eine Pieform oder in eine andere Kuchenform und wird erst mal in den Kühlschrank gestellt.
  2. Den Ofen auf 220°C vorheizen.
  3. Dann nimmt man eine Schüssel und vermengt die Eier mit dem weissen und dem braunen Zucker.
  4. Das Kürbispüree, Sahne, Vanilleextrakt, Zimt, Ingwer, Salz und die gemahlenen Gewürznelken dazu geben und gut umrühren bis es eine gleichmässige Masse gibt.
  5. Die Masse in die Form mit dem Mürbeteig giessen.
  6. Den Pumpkin Pie für 15 Minuten bei 220°C backen. Nach 15 Minuten den Ofen auf 190°C runterschalten und den Kuchen für weitere 35-45 Minuten backen.
  7. Man muss schauen, dass der Pumpkin Pie nicht zu dunkel wird aber er darf ein wenig braun werden. Um zu schauen ob er durch ist, einfach einen Zahnstocher in den Kuchen stecken und wenn keine Füllung mehr am Zahnstocher klebt, ist er durch.
  8. Nach dem Backen muss der Kuchen zuerst abkühlen und dann kann man ihn in Stücke schneiden und servieren.

Ein Tipp:

  • Besonders lecker ist der Pumpkin Pie wenn man ihn mit ein wenig Schlagsahne oder Vanillejoghurt isst!
  • Meine Gastmutter hat mir auch gesagt, dass es besser ist, wenn man den gemahlenen Ingwer verwendet anstatt frischen, weil der frische Ingwer nicht das gleich starke Aroma hat und deshalb im Kuchen untergeht.

Ich kann den Pumpkin Pie wirklich empfehlen, vor allem jetzt im Herbst, ist das ein besonders gutes Dessert!

 

 

Thanksgiving

Dieses Wochenende, respektive am Montag den 8. Oktober, war Thanksgiving in Kanada. Wir hatten also am Montag keine Schule und dafür ein langes Wochenende. Am Sonntag Abend, habe ich einen “Zopf” gebacken und meine Gastschwester hat einen “Cheesecake” gemacht. Ansonsten haben wir den traditionellen Truthahn zubereitet und dazu gab es Kartoffelpüree und Gemüse.

Am Montag ist dann die ganze Familie meiner Gastmutter gekommen und wir haben den “Turkey” gegessen.

Ich bin mir von Zuhause gewöhnt, dass wenn man Gäste hat, man alle an einem Tisch sitzt und zusammen isst. Hier ist das alles ein wenig anders abgelaufen. Meine Gastmutter hat das essen in der Küche hingestellt und jeder konnte sich dann wenn er wollte sein essen holen gehen und irgendwo essen und es haben nicht alle miteinander gegessen. Es war natürlich auch gut einfach anders.

Den “Zopf” haben alle gerne gehabt und ich war froh, dass er mir  gut gelungen ist! Meine Gastschwester liebt das Brot weil hier haben sie nicht wirklich “richtiges” Brot wie wir es in der Schweiz haben und sie hat mir schon den Auftrag gegeben ich müsse für Weihnachten noch einmal einen “Zopf” backen, das mach ich natürlich gerne!

Drive-in theater and Ringette

Letzten Freitag bin ich nach der Schule zu einer Kollegin Nachhause gefahren. Am Abend sind wir dann in ein “Drive-in theater” also ein Autokino, gegangen. Ich habe das vorher noch nie gemacht aber es war echt toll.

Ich meine Kollegin und ihre Mutter waren also in einem Auto und haben es uns mit Decken und Kissen gemütlich gemacht während ihre Schwester und ihr Vater es sich im anderen Auto bequem gemacht haben. Wir haben Popcorn gegessen und uns zwei Film angeschaut.

Am nächsten Morgen hatte meine Kollegin dann ein Ringette Training und da ich noch nie gesehen habe wie man Ringette spielt konnte ich beim Training zuschauen.

Ringette ist sehr ähnlich wie Eishockey nur dass die Spieler nur einen Stock in den Händen haben und der Puck ein Ring ist, den die Spieler mit dem Stock ins Goal bringen müssen. Meine Kollegin erklärte mir, dass Ringette meistens von den Mädchen gespielt wird.

Nach dem Training bin ich dann auch noch mit ihrer Familie Äpfel pflücken gegangen allerdings nicht so lange wie das erste mal.

Apple picking

An einem Wochenende bin ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester auf eine Apfelplantage gefahren und wir haben dort Äpfel gepflückt. Das ist hier anscheinend eine grosse Tradition und man macht das jedes Jahr.

Es hat spass gemacht auf die Bäume zu klettern und die Äpfel zu pflücken und wir haben einige gepflückt.

Im kleinen Laden neben den Apfelbaumfeldern haben wir dann noch “Applecidre” gekauft. Der war sehr lecker, wir haben ihn beim letzten Spieleabend mit der Familie probiert. Meine Gastmutter hat uns dann noch ein “Maple cornet” gekauft. Das war ein kleines Cornet gefüllt mit “Maplecream”. Die ist sehr süss und schmeckt stark nach Ahornsirup aber ist sehr lecker!

Zuhause wurde dann aus einigen Äpfeln ein “Apple crumble” hergestellt.