Menace terroriste

Am Freitag 30. November war eigentlich ein ganz normaler Schultag. Ich hatte meine zwei ersten Klassen und dann die dritte Stunde, die Mathematik ist. Die Stunde geht von 10:50 Uhr bis 11:50Uhr. Wir waren also in der Klasse und arbeiteten ganz normal an unseren Aufgaben, als um 11:30 eine etwas komische Durchsage von der Direktorin über die Lautsprecher ertönte. Sie sagte, dass wir uns in die Klassenzimmer einschliessen sollten wie bei einer der Terrorübungen aber wir normal weiter arbeiten konnten. Wir verstanden nicht genau was los war und einige meiner Klassenkameradinnen wurden etwas nervös. Ich habe mir zuerst nicht so viel dabei gedacht und unsere Lehrerin meinte nur, dass das sicher nur eine Sicherheitskontrolle sei und bis wir Mittagspause hätten wird das dann vorbei sein. Wir arbeiteten also einfach weiter. Um 11:50 Uhr war das ganze aber noch nicht vorbei. Wir mussten in den Zimmer bleiben und niemand durfte die Zimmer verlassen. Wir mussten dann nicht mehr weiter arbeiten sondern warteten einfach. Eine Kollegin, die in einer anderen Klasse war, schrieb mir dann ob ich wisse was los sei und ich antwortete ihr ich wisse nicht mehr als die Direktorin uns gesagt hatte. Wir machten uns dann etwas darüber lustig und sagten wir hätten jetzt Hunger und wir wollten etwas zu essen und so. Nach einer Weile, schrieb sie mir dann sie wisse, was los sei. Sie sagte mir, dass ein Typ aus der Umgebung mit seinen 30 Freunden bei der Schule aufkreuzen wolle und alle in der Schule töten wollte. Als ich das dann wusste, war ich schon etwas beunruhigt. Immer hin wussten wir nicht ob das jetzt wirklich noch passieren wir und wie lange wir dann noch in den Zimmern bleiben mussten. Passiert ist dann am Schluss zum Glück nichts und ich weiss nicht, ob die Polizei den Typen gefasst hat bevor er seinen Plan umsetzten konnte oder was genau passierte.

Das ganze dauerte dann noch bis um 13:30 Uhr und dann konnten wir wieder aus den Zimmern raus. Zuhause erfuhr ich dann auch, dass alle Eltern eine E-Mail bekamen in der es hieß Niemand konnte seinen Kindern eine Nachricht schreiben oder sie von der Schule abholen.

Ich war dann schon froh, als das alles vorüber war. Wenn ich jetzt so darüber Nachdenke ist es schon etwas beängstigend, dass so etwas einfach passieren könnte. Ich bin froh, dass ich so etwas in der Schweiz noch nie erlebt habe und ich hoffe ich werde es auch nie erleben!

Swissfood at school / l’aliment Suisse dans l’école

Ich bin im Komitee für die Austauschschüler an meiner Schule. In diesem Komitee, haben wir organisiert, dass wir von jedem Land aus dem die verschiedenen Austauschschüler kommen, Essen zubereiten.

Für die Schweiz, haben wir natürlich Schokolade aufgetischt, Lebkuchen und “Grittibänze” gemacht. Das kam sehr gut an in der Schule.

Die Leute hier sind sich solches Brot überhaupt nicht gewohnt. Überhaupt, Brot selber zu machen, kennt hier Niemand. Als ich der zuständigen Lehrerin gesagt habe, dass ich für die Schweiz dieses “Brot” vorschlage, war sie sich nicht sicher ob ich das ernst meine und ob das gut gehen würde. Als sie es dann aber probiert hatte, war sie schwer begeistert und wollte das ich es ein anderes mal nochmal mache. Auch die Schüler die es probiert hatten, fanden es gut.

 

Firealarm at school / alerte au feu

An einem Freitag während der Mittagspause, sass ich mit ein paar Freunden auf einer Bank in der Schule. Plötzlich ging ein Alarm los und alle rannten raus. Wir hatten verschiedenste Fälle in der Schule schon geübt, dass hiess wir wussten eigentlich was wir machen mussten. Wir gingen also raus und mussten zu unserer “Homeclass” gehen. Dort warteten wir dann. Etwas später kam dann die Feuerwehr und die Polizei. Nach etwa 20 Minuten, wurde der Alarm dann ausgeschaltet und etwas später konnten wir den wieder in die Schule.

Der Stundenplan für den Nachmittag wurde dann etwas geändert, dass wir pünktlich Nachhause konnten.

Den genauen Grund für den Alarm war nicht klar. Eine geplante Übung war es jedenfalls nicht. Es könnte sein, dass wegen der Umbauten in der Schule der Fehlalarm ausgelöst wurde.

An einem anderen Tag gab es dann noch eine Wiederholung von einer Terrorübung.

Ich bin mir solche Übungen nicht wirklich gewöhnt von meiner Schule in der Schweiz. Vor allem die Terrorübungen, machen einem dann schon ein bisschen ein komisches Gefühl.

Third month / troisième mois

Wegen dem Problem mit dem Internet, ist das drei Monats-update jetzt ziemlich spät….

in diesem Monat, ist irgendwie nicht so viel passiert. Wir hatten zwar Halloween und ich habe eine Tradition mit erlebt aber ansonsten gab es nicht so viele neue Sachen.

In der Schule merke ich langsam, dass ich endlich ein paar mehr Wörter im Französisch lerne. Das mit dem Endlich ging definitiv schneller! Aber ich mag es wirklich in der Schule immer Französisch zu sprechen.

Einmal bin ich mit meiner Gastfamilie in ein Schweizer Restaurant gegangen, dass es hier in der Umgebung gibt. Es war natürlich  nicht so gut wie Zuhause aber es war nicht schlecht. Meine Gastfamilie mochte vor allem das Raclette sehr gerne.

Power went off

Am 3.11.2018 am Abend waren ich und meine Gastschwester Zuhause. Wir hatten schon den ganzen Tag starken Wind und Regen. Gegen 21:00 Uhr flackerten dann erst mal alle Lichter und kurze Zeit später sassen wir im dunkeln. Das ganze Haus und die ganze Umgebung war ohne Strom.

Das ist eigentlich nichts ungewöhnliches hier, dass kann passieren. Das Problem war, dass es meistens um diese Jahreszeit noch nicht so Stürme gibt und dementsprechend waren die meisten Leute einwenig überrascht und waren darauf nicht so vorbereitet.

Ich und meine Gastschwester mussten dann erst mal überall Kerzen anzünden und warteten dann bis meine Gastmutter von der Arbeit kam. Sie sagte dann, dass wir am nächsten Tag schauen, ob der Strom wieder zurück ist oder nicht.

Am nächsten Morgen war es ja dann draussen wieder hell und man konnte wieder alles sehen im Haus. Der Strom war allerdings noch nicht zurück. Das heisst wir hatten auch kein Wasser, keine Heizung und wir konnten nichts kochen. Zum glück hat meine Gastfamilie aber einen Generator, den wir dann am Sonntag angeschaltet haben. Dann konnten wir kurz Duschen. Am Abend haben wir dann wieder überall Kerzen angezündet.

Montag sind wir dann in die Schule und am Abend kam dann der Strom zurück. Das Internet blieb aber aus. Das blieb die nächsten zwei Wochen so. Erst letzten Sonntag kam dann ein Elektriker, der das Internet flicken konnte.

Gestern Abend als ich mit meiner Gastfamilie Abendgegessen habe, sassen wir wieder plötzlich im dunkeln. Dass hiess, ein ungeplantes Candle light Dinner. Heute Morgen als ich aufgestanden bin, war der Strom aber wieder da.

Chiac

Hier wo ich wohne, reden die Leute Chiac. Chiac ist eine Mischung aus Französisch und Englisch, wobei das Französische aber überwiegt, und man Englische Wörter, zum Beispiel Verben so konjugiert, als wären es Französische.

Am Anfang hatte ich noch einwenig mühe Chiac zu verstehen, weil es mir so vorgekommen ist, als ob die Leute die beiden Sprachen einfach wild durcheinander mischen, was aber nicht ganz so ist. Mittlerweile habe ich keine grossen Probleme mehr die Leute mit ihrem Dialekt hier zu verstehen. Ehrlich gesagt fange ich selber an einmischen Chiac zu sprechen wenn ich mit meinen Kolleginnen rede. Es macht irgendwie spass, so zu reden wie sie das hier machen, zumindest versuche ich es…

Während dem Unterricht wird natürlich Hauptsächlich normales Französisch gesprochen.

Bevor ich hier nach Kanada kam, haben mir viele Leute immer gesagt, die Kanadier haben doch ein komisches Französisch und das wirst du wahrscheinlich sowieso nicht verstehen. Tadaa, ich kann glaube ich von mir aus sagen ich habe keine grosse Mühe damit und hier wo ich zur Schule gehe und lebe, haben sie von mir ausgesehen keinen grossen Akzent, der schwierig zu verstehen wäre. Es ist halt eben mehr der Dialekt Chiac aber alle hier können “schönes” Französisch sprechen.

Man kann es einwenig damit vergleichen wie wir in der Schweiz sprechen und wie die Leute in Deutschland sprechen.

Hier ein paar Beispielsätze, die man hier oft hört und die ich selber auch benutze, wenn ich mit Kollegen rede.

  • Je vais aller chez mon locker, je viens right back.                                   (Ich werde  zu meinem Schließfach gehen, ich bin gleich zurück.)
  • J’get pas.                                                                                                                                      Ich verstehe es nicht.
  • C’est vraiment fun!                                                                                                     Das macht wirklich spass!
  • Tu veux watcher un movie?                                                                                               Willst du einen Film schauen?
  • Je vais parker mon car dans le driveway là.                                                                         Ich werde mein auto in dieser Einfahrt parken.
  • J’aime right ça!                                                                                                              Ich mag das sehr!

Halloween

Wie ich schon seit Anfang Oktober überall vernommen habe, ist hier Halloween eine der grössten Traditionen im Jahr. In den letzten Wochen hat man dann auch überall die Halloweendekorationen gesehen und auch in der Schule wurde alles mit Geistern und Spinnen und all diesen Halloweensachen geschmückt.

Diese Woche gäbe es dann am Montag und Dienstag auch spezielle Halloween-Aktivitäten in der Schule. Am Dienstag zum Beispiel haben zwei Lehrer Gruselgeschichten erzählt. Das war sehr unterhaltsam.

Heute also am 31. Oktober haben sich dann alle verkleidet um in die Schule zu gehen. Ich habe mich als schwarze Katze verkleidet, was ein ziemlich langweiliges Kostüm war wie ich im Nachhinein finde und wenn ich vorher gewusst hätte wie das ganze ist, hätte ich mir wahrscheinlich mehr zeit genommen um ein etwas spezielleres Kostüm zu gestalten…

wir sind also in die Schule mit unseren Kostümen. Unser Schulbus war heute Morgen besonders voll und es hat lustig ausgesehen, mit all den verkleideten Leuten darin. In der Schule angekommen hatten wir dann am Morgen ziemlich normal Schule,ausser dass die Lektionen jeweils nur 50 Minuten gedauert haben. Während der Mittagspause gab es dann einen Kostümkontest und die Leute mit den Kreativsten Kostümen haben sich auf einem roten Teppich vor einer Lehrer Jury präsentiert und wurden bewertet. Es hatte wirklich einige ziemlich coole Kostüme dabei. Da konnte ich mit meiner langweiligen Katze nicht mit halten, obwohl ich doch auch einige Komplimente für mein Kostüm bekommen habe. Am Nachmittag ging man dann nicht in seine normalen Kurse sondern in seine “Homeclass”. Dort hat man dann Bingo gespielt. Denn in den letzten Wochen mussten wir alle Bingokarten verkaufen, an unsere Verwandten, Familie oder Freunde. Sie haben dann über die Lautsprecher die Zahlen vorgelesen und man hat für alle seine verkauften Karten spielen müssen. Das war ehrlich gesagt ziemlich anstrengen weil ich für zwei Stunden mich immer voll konzentrieren musste welche Zahl wie heisst. Aber es hat definitiv spass gemacht!

Nach dem Bingo konnte man dann Nachhause gehen. Ich ging dann aber mit einer Kollegin mit. Sie hatte noch ein Eishockey Training und dann fuhr uns ihre Mutter zu einer anderen Kollegin Nachhause die an einer der meist besuchten Viertel an Halloween wohnt. Wir fuhren also dort hin und ich weiss nicht genau was ich mir darunter vorstellte aber als wir in die Strasse von diesem berühmten Viertel einbogen war ich ehrlich gesagt ziemlich sprachlos. Überall waren Leute. Nicht nur so ein paar nein die ganze Strasse war voll mit Leuten, mit geparkten Autos oder Autos die von Haus zu Haus fuhren. Auch die Polizei und die Feuerwehr kursierten durch die Strasse, natürlich nur zur Sicherheit es ist nichts passiert oder so. Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben gesehen. Alle gingen von Haus zu Haus um Süssigkeiten zu bekommen( Trick or Treating).

Beim Haus der Kollegin angekommen haben wir dann gleich geholfen all den Kindern und Jugendlichen die an die Tür kamen Süssigkeiten zu geben. Es war ziemlich viel los. In jedem Haus war man natürlich vorbereitet auf diesen Abend und die Leute haben Kisten weise(!!!) Süssigkeiten gekauft, um sie dann allen die an die Türe kommen zu geben.

Das “Trick or Treating” ist dort wo ich war von vier Uhr Nachmittags bis sieben Uhr Abends erlaubt. Das ist aber in jedem Ort einwenig anders.

Ich und meine beiden Kolleginnen sind dann um sechs Uhr auch noch von Haus zu Haus gegangen und wir haben vieeele Süssigkeiten bekommen.

Um sieben Uhr war dann aber Schluss und überall war es wieder ruhig. Ich habe noch nie so etwas erlebt und das war wirklich ein tolles Erlebnis!

Haunted House

Am Freitag nach der Schule, bin ich mit meiner Gastfamilie essen gegangen. Nach dem Essen, sind wir dann zu einem “Haunted House” gefahren. Ich war noch nie in so einem Hause und war gespannt, was mich dort erwarten wird.

Angekommen, sah man ein Haus, dass dekoriert war über und über mit Kürbissen und Spinnweben. Viele Puppen, Gräber und andere Gegenstände schmückten das Haus.

Wir gingen hinein und zahlten den Eintritt. Die Leute die dort waren haben uns erzählt, dass sie mit dem Schmücken des Hauses schon im August angefangen haben, weil alle Möbel raus mussten.

Es war sehr aufwändig dekoriert und ehrlich gesagt auch ein wenig gruselig. Nach einiger Zeit durften wir dann hinein gehen und wurden schon bei der ersten Ecke erschreckt.

Es hatte viele Puppen und auch Roboter die sich bewegten aber es gab auch viele echte verkleidete Menschen, die dann plötzlich irgendwo auftauchten und dich erschrecken wollen. Mich haben sie einige male ziemlich erschreckt! Meine Gastmutter ist sehr schreckhaft und sie war die ganze Zeit am schreien. Nicht meine Gastschwester, die hat das ganze sehr locker genommen.

Auf jeden fall hat es spass gemacht, obwohl man schon einbisschen froh war als es vorbei war, ich und meine Gastmutter zumindest…