Second month / deuxième moins

Am 9. Oktober waren es zwei Monate seit dem ich hier in Kanada bin. Wie die Zeit vergeht…

In diesem Monat ist der Herbst eingetroffen. Und das ziemlich plötzlich. Da war es am vorherigen Tag noch sehr warm mit fast 24° und am nächsten hat es nur noch 11°. Auch die Nächte sind jetzt Kälter und die Bäume haben sich angefangen zu färben. Mit den vielen farbigen Bäumen sieht es wirklich sehr schön aus!

Ich habe seit dem letzten Monat auch schon einiges neues Unternommen und einige neue Leute kennengelernt.

Meine Gastfamilie fühlt sich mehr und mehr einbisschen wie eine echte Familie an und ich kann viel mit ihnen erleben.

In der Schule probiere ich jetzt auch fast immer Französisch zu sprechen, was nicht immer sehr einfach ist aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt, wie man so schön sagt. Manchmal möchte ich mich mal selber hören und wahrscheinlich über mich selbst lachen was für lustige Fehler mir manchmal passieren.

Hier gehe ich jeden Morgen mit dem Schulbus zur Schule und nach der Schule wieder zurück. Unser Schulbus hatte schon zweimal Verspätung. Das erste mal nur etwa eine halbe Stunde und das zweite mal eine Stunde und vierzig Minuten, was zur Folge hatte, dass ich meine erste Stunde verpasst habe.

Meine letzte Stunde ist Sport und weil unser Lehrer uns immer etwas früher gehen lässt um uns umzuziehen bin ich meistens die erste, die wieder im Bus für Nachhause sitzt. Wir haben auch nicht sehr viel Zeit denn Schulschluss ist um 15:30 und die Busse waren zwischen 15:35-15:38 los. Jedenfalls habe ich einen netten Busfahrer, der immer mit mir redet wenn ich die erste im Schulbus bin.

In diesem Monat haben auch die “Comités” angefangen. Dass sind wie Clubs, in denen man etwas unternimmt oder während der Mittagspause sich trifft, um etwas zu besprechen.

Ich habe mich für drei Komitees entschieden. Das Komitee “des élèves internationaux”, dort treffen sich alle die Interesse daran haben die Austauschschüler besser kennenzulernen und ihre Kultur kennenzulernen so wie auch uns Austauschschülern ihre Kultur näher zu bringen. Es ist auch ein Komitee um Dinge miteinander zu unternehmen.

Das zweite Komitee ist “Alliance”. Dort treffen wir uns um zum Beispiel eine Informationsbroschüre für Eltern und Schüler über das Thema LGBTQ+, zu schreiben. Wir bereiten uns auch auf eine Woche im Mai vor, wo wir uns jeden Tag nach einer gewissen Farbe Kleiden und jeden Mittag verschiedene Aktivitäten stattfinden werden.

Vom dritten Komitee habe ich noch nichts gehört und wir haben uns auch noch nie getroffen. Soweit ich weiss ist es ein Komitee um für verschiedene Leute Geld zu sammeln und das mit verschiedenen Aktionen.

Das heisst für mich hat jetzt schon der dritte Monat angefangen, und los geht’s!…

Pumpkin Pie Recipe

Ich habe hier in Kanada das erste mal “Pumpkin Pie” probiert und ich habe ihn mit meiner Gastfamilie gemacht. Er war so gut, dass ich denke, dass ich das Rezept hier auch aufschreiben sollte.

Meine Familie hat einen Fertig-Kuchenteig verwendet aber man kann den Mürbeteig auch selber machen und ihn dann für den Pie verwenden.

Das brauchst du für einen 23 cm Durchmesser Pie:

  • Fertig-Mürbeteig oder selbstgemachten Mürbeteig
  • 3 Eier
  • 100 g weissen Zucker
  • 65 g braunen Zucker
  • 1 Dose Kürbispüree oder 440 g frisches Kürbispüree
  • 175 ml Sahne
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 1/2 TL Zimt
  • 1/1 TL gemahlenen Ingwer
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL gemahlene Gewürznelken

Eventuell (Empfehlung meiner Gastfamilie)

  • Vanillejoghurt oder Schlagsahne

 

  1. Der Mürbeteig kommt in eine Pieform oder in eine andere Kuchenform und wird erst mal in den Kühlschrank gestellt.
  2. Den Ofen auf 220°C vorheizen.
  3. Dann nimmt man eine Schüssel und vermengt die Eier mit dem weissen und dem braunen Zucker.
  4. Das Kürbispüree, Sahne, Vanilleextrakt, Zimt, Ingwer, Salz und die gemahlenen Gewürznelken dazu geben und gut umrühren bis es eine gleichmässige Masse gibt.
  5. Die Masse in die Form mit dem Mürbeteig giessen.
  6. Den Pumpkin Pie für 15 Minuten bei 220°C backen. Nach 15 Minuten den Ofen auf 190°C runterschalten und den Kuchen für weitere 35-45 Minuten backen.
  7. Man muss schauen, dass der Pumpkin Pie nicht zu dunkel wird aber er darf ein wenig braun werden. Um zu schauen ob er durch ist, einfach einen Zahnstocher in den Kuchen stecken und wenn keine Füllung mehr am Zahnstocher klebt, ist er durch.
  8. Nach dem Backen muss der Kuchen zuerst abkühlen und dann kann man ihn in Stücke schneiden und servieren.

Ein Tipp:

  • Besonders lecker ist der Pumpkin Pie wenn man ihn mit ein wenig Schlagsahne oder Vanillejoghurt isst!
  • Meine Gastmutter hat mir auch gesagt, dass es besser ist, wenn man den gemahlenen Ingwer verwendet anstatt frischen, weil der frische Ingwer nicht das gleich starke Aroma hat und deshalb im Kuchen untergeht.

Ich kann den Pumpkin Pie wirklich empfehlen, vor allem jetzt im Herbst, ist das ein besonders gutes Dessert!

 

 

Thanksgiving

Dieses Wochenende, respektive am Montag den 8. Oktober, war Thanksgiving in Kanada. Wir hatten also am Montag keine Schule und dafür ein langes Wochenende. Am Sonntag Abend, habe ich einen “Zopf” gebacken und meine Gastschwester hat einen “Cheesecake” gemacht. Ansonsten haben wir den traditionellen Truthahn zubereitet und dazu gab es Kartoffelpüree und Gemüse.

Am Montag ist dann die ganze Familie meiner Gastmutter gekommen und wir haben den “Turkey” gegessen.

Ich bin mir von Zuhause gewöhnt, dass wenn man Gäste hat, man alle an einem Tisch sitzt und zusammen isst. Hier ist das alles ein wenig anders abgelaufen. Meine Gastmutter hat das essen in der Küche hingestellt und jeder konnte sich dann wenn er wollte sein essen holen gehen und irgendwo essen und es haben nicht alle miteinander gegessen. Es war natürlich auch gut einfach anders.

Den “Zopf” haben alle gerne gehabt und ich war froh, dass er mir  gut gelungen ist! Meine Gastschwester liebt das Brot weil hier haben sie nicht wirklich “richtiges” Brot wie wir es in der Schweiz haben und sie hat mir schon den Auftrag gegeben ich müsse für Weihnachten noch einmal einen “Zopf” backen, das mach ich natürlich gerne!

Drive-in theater and Ringette

Letzten Freitag bin ich nach der Schule zu einer Kollegin Nachhause gefahren. Am Abend sind wir dann in ein “Drive-in theater” also ein Autokino, gegangen. Ich habe das vorher noch nie gemacht aber es war echt toll.

Ich meine Kollegin und ihre Mutter waren also in einem Auto und haben es uns mit Decken und Kissen gemütlich gemacht während ihre Schwester und ihr Vater es sich im anderen Auto bequem gemacht haben. Wir haben Popcorn gegessen und uns zwei Film angeschaut.

Am nächsten Morgen hatte meine Kollegin dann ein Ringette Training und da ich noch nie gesehen habe wie man Ringette spielt konnte ich beim Training zuschauen.

Ringette ist sehr ähnlich wie Eishockey nur dass die Spieler nur einen Stock in den Händen haben und der Puck ein Ring ist, den die Spieler mit dem Stock ins Goal bringen müssen. Meine Kollegin erklärte mir, dass Ringette meistens von den Mädchen gespielt wird.

Nach dem Training bin ich dann auch noch mit ihrer Familie Äpfel pflücken gegangen allerdings nicht so lange wie das erste mal.

Apple picking

An einem Wochenende bin ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester auf eine Apfelplantage gefahren und wir haben dort Äpfel gepflückt. Das ist hier anscheinend eine grosse Tradition und man macht das jedes Jahr.

Es hat spass gemacht auf die Bäume zu klettern und die Äpfel zu pflücken und wir haben einige gepflückt.

Im kleinen Laden neben den Apfelbaumfeldern haben wir dann noch “Applecidre” gekauft. Der war sehr lecker, wir haben ihn beim letzten Spieleabend mit der Familie probiert. Meine Gastmutter hat uns dann noch ein “Maple cornet” gekauft. Das war ein kleines Cornet gefüllt mit “Maplecream”. Die ist sehr süss und schmeckt stark nach Ahornsirup aber ist sehr lecker!

Zuhause wurde dann aus einigen Äpfeln ein “Apple crumble” hergestellt.

Premier match de foot

Gestern nach der Schule bin ich mit einer Kollegin mit ihrem Bus zu ihr Nachhause gefahren. Es kam dann noch eine andere Kollegin zu ihr Nachhause und am Abend hat uns ihre Mutter dann nach Moncton gefahren. Wir wollten dort nämlich das Football Game schauen gehen.

Unsere Schule hat leider kein eigenes “Football Team” aber wir haben ein “Ice Hockey Team”. Deswegen sind wir ans Spiel der anderen zwei Schulen gegangen.

Als wir ankamen, haben wir uns eine Portion Pommes Frites gekauft. Wir haben sie mit Ketchup und Essig gegessen. Dass tönt jetzt vielleicht nicht so wahnsinnig appetitlich aber Pommes mit Essig sind wirklich lecker, finde ich…

Dann haben wir uns auf die Tribüne gesetzt und das Spiel verfolgt. Es war spannend, zumal es mein erstes Football Spiel war, dass ich gesehen habe. Die zwei Schulen haben auch ihre Maskottchen mitgebracht, die dann an der Tribüne entlang gelaufen sind.

Das Spiel hatte 4 Zeitabschnitte à 12 Minuten und eine Pause dazwischen.

Am Ende sind wir dann noch aufs Spielfeld gegangen und die beiden Mannschaften sind durch die Menschenmenge gelaufen.

Dann sind wir wieder Nachhause gefahren. Es war wirklich ein sehr tolles Erlebnis und ich würde gerne wieder einmal an ein solches Spiel gehen.

first month/ premier mois

Ich bin heute seit einem Monat in Kanada. Ich kann es ehrlich gesagt kaum glauben, dass es schon ein Monat ist! Es kommt mir nämlich überhaupt nicht so vor, obwohl schon viel passiert ist, in diesem Monat hier.

  • Als erstes war ich im Sommercamp, dass so viel spass gemacht hat, dass ich am liebsten gleich wieder gehen würde und es jedem der nach Kanada, in die Region New Brunswick geht, nur empfehlen kann.
  • Dann zog ich bei meiner Gastfamilie ein. Es ist ein grosses Haus und ich musste mich zuerst einbisschen daran gewöhnen. Es gab ein paar Sachen, die hier anders sind, zum Beispiel die Essenszeiten. Das Frühstück und das Mittagessen waren aber nicht sehr viel anders als in der Schweiz aber hier essen sie schon um 17:00 Uhr Abendessen und am Anfang hatte ich dann nie so richtig hunger um diese Zeit aber man gewöhnt sich ziemlich schnell daran. Wir unternahmen schon einiges in der Familie und ich konnte schon einiges sehen.
  • Meine Highschool startete letzte Woche und morgen fängt die zweite Woche an.
  • Ich gewöhne/gewöhnte mich langsam ans Französisch und traue mir zu mehr Französisch zu sprechen. Ich merke auch, dass ich mehr verstehe, weil in der Schule den ganzen Tag nur Französisch gesprochen wird.
  • Ich war im PAC Wochenende camp und traf alle Leute vom Sommercamp wieder und viele neue Leute.

Ich freue mich auf alle weiteren Monate, die noch kommen werden und hoffentlich viele tolle Sachen mit sich bringen!

PAC Weekend

Gestern Morgen sind alle Austauschschüler, die in der Region New Brunswick wohnen, mit einem Bus nach Bathurst gefahren. Das heisst ich war etwa 3h unterwegs. Dort angekommen trafen wir dann alle anderen Austauschschüler und ich traf auch alle Leute die mit mir zuvor schon im Camp waren wieder. Ich vermisste die Leute vom Sommercamp wirklich! Wir assen dann etwas und am Nachmittag hatten wir dann eine “Orientation”. Das heisst unsere local coordinators erklärten uns nochmal alle Regeln und gaben uns Tipps für unser Jahr hier in Kanada.

Nach der Präsentation gab es das Abendessen und danach spielten wir einige Spiele und später gab es dann noch Musik und die meisten Leute tanzten. Es war sehr cool!

Heute Morgen nach dem Frühstück gab es dann noch ein Spiel und dann mussten wir uns auch schon wieder auf den Heimweg machen. Leider ist dieses Wochenende jetzt auch schon wieder vorbei und wir werden uns alle erst im Januar wiedersehen. Dann treffen wir uns dann für ein Skiwochenende. Ich freue mich schon jetzt darauf.

 

First day of school/ premier jour à l’école

 

Heute war mein erster richtiger Tag an meiner Highschool. Gestern war ich nämlich nur dort um meinen Stundenplan abzuholen und mir die Schule ein wenig zeigen zu lassen.

Heute Morgen bin ich also um sechs Uhr aufgestanden habe gefrühstückt, bin mit meiner Gastschwester mit den Hunden spazieren gegangen und um 7:30 Uhr nahmen wir den Schulbus. Um 7:45 Uhr waren wir dann bei der Schule und ich legte einiges von meinen Sachen in mein Schliessfach. Ich hatte gluck, dass ich schon ein paar Leute kannte, denn meine Gastschwester hat mir in der letzten Woche einige von ihren Freunden schon vorgestellt. Ich wartete dann mit den anderen Schülerinnen bis wir dann um kurz vor halb neun unsere Sachen packten und jeder in sein Klassenzimmer ging. 

Meine erste Stunde war Musik. Ich wusste wo das Zimmer ist, weil sie es mir gestern gezeigt hatten. Ich hatte also die erste Stunde Musik und der Lehrer redete ein bisschen und wiederholte einwenig von der Musiktheorie, die die anderen wohl im letzten Schuljahr hatten. Ich wusste zwar alles auf deutsch aber die Begriffe auf französisch, muss ich zuerst noch lernen.

Meine zweite Stunde war FPS, formation personelle et sociale. Die Lehrerin erklärte der Klasse ein paar Regeln und wie sie die Tests auswerte und wie die Wertung in ihrem Unterricht sei. Dann holte sie ein Glücksrad hervor und auf dem Glücksrad standen Fragen auf französisch und wir mussten einmal drehen und die Frage beantworten. Ich wusste zuerst nicht alle Fragen genau aber ich war nicht die erste und konnte so im Zusammenhang mit den Antworten von den anderen Schülern ziemlich schnell herausfinden, was die Fragen waren, die ich nicht verstand.

Dann hatte ich Mathematik. In meiner Mathematikklasse ist auch ein andere Austauschschüler aus Deutschland. Auch in dieser Klasse machten wir heute nicht sehr viel uns wurden auch hier die Regeln erklärt und wie die Wertung funktioniert und all das.

Nach der dritten Stunde hatten wir dann eine Stunde Lunch und ich konnte mich zu denn anderen Schülerinnen setzen. Ich traf auch noch einen anderen Austauschschüler den ich vom Camp kenne auf dem Gang und er hat dann auch noch mit uns gegessen.

Nach der Mittagspause hatte ich dann eine Stunde Französisch. Nach dieser Lektion hätte ich jetzt normalerweise “class titulaire” dort macht man Hausaufgaben oder repetiert seine Sachen, wurde mir gesagt. Da heute aber Mittwoch war und Mittwochs diese Stunde immer ausfällt und die Schule eine Stunde früher fertig ist war die nächste Lektion Sport. Wir waren aber Heute noch nicht in der Turnhalle, weil uns auch dort nur sie Regeln und wie alles abläuft erklärt wurde. 

Danach gingen wir zu unserem Schulbus und wurden Nachhause gefahren.

Ich denke morgen wird dann alles erst richtig losgehen, obwohl ich weiss, dass morgen noch etwas spezielles stattfinden wird. Ich weiss aber nicht genau was.😌